Montag, 1. November 2010

Reisebericht Fuerteventura (September 2009)

 
Am 24. September 2009 sollte unser Flieger am frühen Morgen nach Fuerteventura abheben. Um den im Preis mit inbegriffenen „Zug zum Flug“ zu nutzen (man ist ja durchaus umwelt…na ja…preisbewusst), starteten wir bereits auf Grund der nicht anders verfügbaren Zugverbindungen am Abend des 23. Septembers und machten die Nacht zum Tag!
Fast ohne Schlaf und mit sehr viel Wartezeit am Flughafen erreichten wir die Insel in den frühen Morgenstunden. Das Hotel liegt im Ferienort Playa de Esquinzo - etwa 1,5 Stunden Transferzeit vom Flughafen entfernt, so dass wir schon auf der Fahrt dorthin – zwar sehr übermüdet, aber dennoch relativ aufnahmefähig – einen ersten Eindruck der Insel gewinnen konnten.
Fuerteventura ist wie eine andere Welt - die Insel begrüßte uns mit absoluter Kargheit.
Wir sahen auf der gesamten Fahrt nur Berge, Gestein, vertrocknete Büsche, Sand und vereinzelte Häuser….uns gefiel dieses fast schon Mondlandschaftartige und wir waren gespannt auf das, was uns am Zielort erwarten sollte.
Wir hatten das  4 **** Hotel Ambar Beach gebucht, welches, wie schon oben geschrieben, im Ferienort „Playa de Esquinzo“ liegt. 
 

Der Ort ist klein, es gibt vereinzelte Supermärkte, aber keine langen Flaniermeilen. Es ist einfach ein gemütlicher Ort, und richtig für denjenigen, der die Ruhe und Entspannung sucht.
Bucht man hier ein Hotel, so sollte man noch einigermaßen gut zu Fuß sein, denn die meisten Hotels liegen erhöht auf einem Berg und der Strand ist nur über einige Treppen oder Wege mit doch schon merkbarer Steigung zu erreichen. Von unserem Hotel aus  brauchten wir in etwa 20 Minuten für die Strecke…runter 5 Minuten und hoch 15 Minuten, bis man mit wirklich hängender Zunge oben ankam (ok…vielleicht sind wir auch nicht repräsentativ für die restliche Bevölkerung. Wir wollen uns auch nicht beschweren, denn wir wussten, dass es eben nur diesen Weg gibt – hatten aber unterschätzt, dass wir den Ausdauersport vernachlässigt hatten – die letzten 20 Jahre).
Wen das nicht stört, der wird mit einem tollen Blick belohnt:


Und auch die Aussicht vom Hotel aus ist nicht schlecht:


Die ersten Tage unseres Urlaubes verbrachten wir damit, die nähere Umgebung zu erkunden.  Über den Strand, in Laufweite entfernt, liegt Jandia (ca. 5 km). Wir brauchten für eine Strecke in etwa eine Stunde am wunderschönen Sandstrand mit wirklich karibisch-blauem Wasser entlang.


Während wir am Strand entlang liefen, hatten wir nach links immer den Blick auf das Wasser, der kaum zu überbieten war. Allerdings musste sich die andere Seite auch nicht verstecken...Berge und weiße Häuser haben auch einen gewissen Charme:


Der erste Blick auf Jandia: ein breiter, heller Sandstrand mit klarem Wasser.


Jandia ist wesentlich touristischer als Playa de Esquinzo, aber nicht minder interessant. Gerade für uns :-) Eine lange Strandpromenade an der sich ein Geschäft an das andere reiht und die Kreditkarte glüht! Wir sind in unserem Element - SHOPPING! Manchmal sogar bis in die späten Abendstunden:


Hunderte von Euros später beschlossen wir, lieber einmal in die andere Richtung zu laufen, was zwar unserem Geldbeutel, nicht so unseren Beinen gut tat.
Costa Calma liegt nämlich nicht nur 5 km, sondern ganze 13 km entfernt. Nachdem wir aber aus sicherer Quelle erfahren hatten, dass der Weg nicht wirklich beschwerlich und leicht machbar wäre, wagten wir uns an die Wanderung (übrigens...dieser Quelle glauben wir so schnell nicht mehr...).
Kurz und schmerzlos: Den Weg zu laufen hat sich gelohnt, wir mussten aber an die körperliche Schmerzgrenze gehen und wären beinahe ertrunken, weil wir uns zunächst weigerten, einen Sandberg zu erklimmen (man sollte die Gezeiten mit einplanen!).
Belohnt wurden wir aber mit diesen herrlichen Eindrücken:

Zurückgefahren sind wir übrigens nach einer langen...langen...langen Pause (mit Genuss der weltbesten Knoblauch-Pizza bei einem Italiener in der Stadt) mit dem Bus!


Nachdem wir zu Fuß alles erkundet hatten, wollten wir nun den Rest der Insel mit dem Auto anschauen. Ajuy, ein kleiner und ursprünglicher Fischerort, liegt im Westen der Insel und ist trotz des schwarzen Sandes toll anzusehen. Sehenswürdigkeit des Ortes sind die Höhlen, die wir aber nicht erkundeten.





Bei der Fahrt über die Insel legten wir einige Höhenmeter zurück und wurden mit solch wunderschönen Ausblicken belohnt.


Weiter ging die Fahrt in die ehemalige Hauptstadt der Insel, Betancuria, die im Landesinneren liegt.





Unsere Rundtour führte weiter in den Norden - über die heutige Hauptstadt Puerto del Rosario. Durch diese fuhren wir nur kurz hindurch, da die Stadt - halten wir ihr zugute, dass Sonntag war - recht ausgestorben wirkte.
Auch die Touristenstadt Corralejo begeisterte uns nicht ganz so sehr wie die Anfahrt über eine sandumwehte Straße:




Insgesamt hat uns Fuerteventura sehr gut gefallen. Die Strände und das Wasser haben uns restlos begeistert. Auch die etwas ungewöhnliche Landschaft hat uns beeindruckt, das muss allerdings nicht bei jedem so sein.
Die Insel hat für uns genau die richtige Mischung aus Strand, Sonne, Meer, Shopping, Tourismus, Ruhe und Entdeckungsmöglichkeiten. Für uns in jedem Fall wieder eine Reise wert!


Unsere Bewertung:
Abzüge gibt es nur in der "B-Note": Das Essen im Hotel war nach ein paar Tagen etwas eintönig und der Norden der Insel in unseren Augen nicht besonders schön.

Kommentare:

  1. Schöner Bericht =), Ich und meine Freundin haben gestern auch das Hotel Ambar Beach gebucht und sind schon gespannt, wenn es Mitte Juni schon los geht!

    Gruß Daniel

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  2. Wir wünschen euch viel Spaß und gute Erholung!

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  3. Tolle Beschreibung herzlichen Dank.Wir fliegen am 7.7.2011 dahin und Dank Ihren Bericht freuen wir uns schon, hatten ein wenig Zweifel ob wir mit der Buchung nicht zu voreilig waren.Viele Grüße Annemarie und Hubert Meran

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  4. Danke für den netten Eintrag. Wir wünschen Ihnen ganz viel Spaß und Erholung.
    Uns hat das Hotel, der Strand und die Umgebung sehr gefallen - wie wir im Bericht schon geschrieben haben ist das Essen nach einiger Zeit nicht sehr abwechslungsreich, aber nicht so schlimm, wie man in all den negativen Bewertungen findet.

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  5. Das ist ein sehr schöner Bericht. Vielen Dank!

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